Gefahr nach fehlerhafter Brust-OP

Freitag, 25. Juni 2010

Mitte des Monats ging eine schockierende Geschichte durch die Medien, eine junge Frau (27) aus Hennigsdorf bei Berlin ließ sich in Polen in einer Klinik die Brüste vergrößern mit fatalen Auswirkungen. Die Patientin mit dem Traum von größeren Brüsten folgte einem verlockenden Angebot in die polnische Klink: nur 2.600 Euro für eine OP die sonst 4.000 bis 6.00 Euro gekostet hätte. Bei der Operation wurden die falschen Implantate verwendet (600g statt 450g), das hatte zur Folge, dass die Nähte aufrissen. Bei einer zweiten Operation sollte dies behoben werden. Doch die Schmerzen blieben und blaue Flecke bildeten sich. Der Hausarzt der Patientin forderte eine sofortige Not-OP.

Bei dieser zeigten sich die ganzen Auswirkungen der fehlerhaften Brustvergrößerung: Vier gebrochene Rippen, eitrige Abszesse an den Brüsten und Knochensplitter in der Nähe des Herzens. Auch bleibende Narben und eine psychischer Schock. Die Patientin hat eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung geschaltet und fordert von der polnischen Klinik Schadensersatz, ob sie diesen erhält, ist allerdings fraglich. Fazit: nicht am falschen Ende sparen, eine ästhetische Operation ist teuer, dafür erhält man aber auch Qualität. Man sollte sich bei der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) über qualifizierte Ärzte informieren.