Probleme nach Brustvergrößerung durch Zahnentzündung

Freitag, 07. Januar 2011

Eine Arbeitsgruppe von Prof. Johannes Hönig von der Paracelsus-Klinik in Langenhagen hat einen direkten Zusammenhang zwischen Problemen, die nach Brustvergrößerungen auftreten und Entzündungen des Zahn-Halteapparates festgestellt. So würden gelegentlich vorkommende Verhärtungen und Formveränderungen der Brust durch eine bakterielle Besiedlung von Implantaten ausgelöst, sagte der Wissenschaftler bei einer Pressekonferenz in Göttingen. So werde der das Implantat umgebende Biofilm durch Parodontitisbakterien angegriffen.

„Wir konnten diese Bakterien jetzt auf den Implantaten nachweisen. Deshalb gehen wir davon aus, dass diese Infektionen die Ursache für die Bindegewebsveränderungen sind. Die Bakterien wandern vom Mund über die Blutbahnen auf das Implantat.“ Durch diesen direkten Zusammenhang empfahl Hönig, regelmäßig Zahnstein entfernen zu lassen und vor einer Brustimplantateinlage den Parodontalstatus seines Gebisses erfassen zu lassen. In Deutschland werden laut Hönigs Angaben jährlich 20.000 operative Brustvergrößerungen mit Silikongel gefüllten Brustimplantaten vorgenommen.