Brustvergrößerung durch Stammzellen

Seit dem Jahr 2004 gibt es eine weitere Methode zur Brustvergrößerung ohne die Verwendung von Implantaten aus körperfremden Stoffen. Diese neue Methode verwendet körpereigene Fettzellen zur Brustvergrößerung. Diese werden aus zuvor abgesaugtem Fettgewebe entnommen und in die Brust implantiert. Das Fett entstammt den Oberschenkeln oder dem Po und wird in einem aufwendigen Prozess aufbereitet, bevor es zum Zwecke der Körperformung implantiert wird.

Dieses Verfahren bezeichnet man als Cell-Assisted Lipotransfer (CAL) und wurde von dem Japaner Dr. Kotaro Yoshimura von der medizinischen Fakultät der Universität Tokio entwickelt. Für einen stammzellen-unterstützten Fetttransfer benötigt man die doppelte Menge des später in die Brust implantierten Fettes. Aus einer Hälfte des entnommenen Eigenfettes werden in verschiedenen Prozessen die Bindegewebsstammzellen schonend und ohne sie zu verletzen herausgefiltert. Diese Stammzellen werden dem restlichen Eigenfettgewebe hinzugegeben, ohne sie zuvor verändert zu haben. Dieses Fett wird nun nach dem sogenannten Reiskornprinzip mit vielen kleinen Injektionen unter lokaler Betäubung in die Brust der Patientin injiziert. Dadurch wächst das Volumen der Brust um ein bis zwei Körbchengrößen an.

Die herausragende Leistung von Dr. Yoshimuras war die Verringerung der Nekrose der implantierten Zellen, die sonst immer bei einer Eigenfettverpflanzung früher oder später auftrat. Als Nekrose wird das pathologische Absterben von Zellen in einem lebenden Organismus bezeichnend. Durch die Verhinderung der Nekrose ist die Verpflanzung von körpereigenem Fett zur Vergrößerung der Brust jetzt dauerhaft. Zunächst wurde diese neue Methode mit Stammzellen nur in Japan angewendet, seit dem Jahr 2007 wird sie auch in den USA und in Österreich praktiziert.

Die Nekrose der Fettzellen wird durch die Stammzellen verhindert. Diese ermöglichen es, dass dem injizierten Fettgewebe eine eigene Blutversorgung wächst und so das Absterben verhindert wird. Durch die Blutversorgung wird das injizierte Fett ein integraler Bestandteil der Brust und fördert einen natürlichen Volumenzuwachs der Brust.

Die Vorteile des stammzellen-unterstützten Fetttransfers sind, dass keine Narben wie durch die Implantation von Silikonimplantaten entstehen und auch Nebenwirkungen nahezu ausgeschlossen werden können. Viele Frauen lassen sich bereits ihre Implantate entfernen, um durch die Injektion von mit Stammzellen versetztem Eigenfett eine natürlich vergrößerte Brust zu erhalten.





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