Unterschiedliche Implantate

Es gibt verschiedene Implantate, die bei einer Brustvergrößerung verwendet werden. Fast alle Prothesenhüllen bestehen aus Silikon. Hüllen aus Polyurethan finden kaum noch Verwendung. Es gibt glatte und texturierte Hüllen. Texturierte Hüllen verwachsen mit der Umgebung und verringern so die Wahrscheinlichkeit einer Kapselfibrose durch eine untergeordnete Ausrichtung der kollagenen Faserbündel in der Implantatskapsel. Weiterhin verringert sich durch texturierte Hüllen die Wahrscheinlichkeit einer Drehung des Implantats. Die Form des Implantates ist entweder symmetrisch rund oder asymmetrisch tropfenförmig, um die natürliche Form der Brust im Stehen besser nachzubilden.

Die Implantate werden entweder mit Kochsalzlösung gefüllt oder mit Silikongel. Aufwendige Forschungen konnten das Silikon vom dem Verdacht der Auslösung von Autoimmunerkrankungen und der Hervorrufung von Krebs bei Austritt aus der Hülle freisprechen. Auch weisen die neuen Silikonimplantate deutlich festere Hüllen auf und des Weiteren wurde das Silikongel chemisch vernetzt, sodass selbst bei einem Riss der Hülle der Austritt der Flüssigkeit sehr unwahrscheinlich ist. Mit Silikon gefüllte Implantate bieten ein natürliches Tastgefühl und behalten ihre Form bei.

Implantate mit einer Kochsalzfüllung werden erst während der Operation und nach dem Einbringen in die Implantatstasche gefüllt. Dadurch können die Hautschnitte minimiert werden, auch ein Variieren des Volumens wird möglich. Nachteile der mit Kochsalzlösung gefüllten Implantate sind das mögliche Auftreten von Gluckergeräuschen und eine weniger stabile Form mit gelegentlichem Auftreten von Wellenbildungen, die bei einem dünnen Hautmantel auch sichtbar sein können. Auch kann es im Lauf der Jahre zu einem gewissen Füllungsverlust durch Deflation kommen.





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